Was wäre, wenn sich die Mehrheit von uns ehrlich und konsequent für Nachhaltigkeit einsetzen würde – ohne direkten Eigennutz?

Portrait DGNB Präsidiumsmitglied Prof. Josef Steretzeder
Mehr Engagement für Nachhaltigkeit bedeutet, dass Ressourcen effizienter genutzt, ökologische Schäden reduziert, Vertrauen gestärkt und kommende Generationen besser geschützt werden. Es verstärkt eine kollektive Handlungsfähigkeit, die weitere Menschen mit positiven Beispielen inspiriert.
Prof. Josef Steretzeder
Lindner Group

Haltung zu zeigen und sich für die gute Sache einzusetzen ist nicht selbstverständlich. Aber möglich. Und wenn das kein Einzelfall bleibt, sondern eine Bewegung entsteht, wird vieles möglich. Was vielleicht etwas simpel klingt, beschreibt sehr gut die Realität, in der sich die DGNB seit jeher bewegt. Die Tatsache, dass es eine Ausstellung wie diese hier gibt, steht sinnbildlich dafür. Denn die DGNB ist eine rein inhaltlich ausgerichtete Organisation. Keine Vertretung für eine Berufsgruppe oder die Interessen Einzelner. Stattdessen Non-Profit und dem Gemeinnutz verpflichtet. Das Ziel: die Transformation der Bau- und Immobilienwirtschaft in Richtung Nachhaltigkeit. Für mehr Klima- und Ressourcenschutz sowie den Erhalt der Biodiversität.

Gemeinsam mehr erreichen

Getragen wird Europas größtes Netzwerk für nachhaltiges Bauen von den mehr als 2800 Mitgliedsorganisationen, die das Wirken der DGNB unterstützen. Architekturbüros und Planende, Bauherren und Projektentwickler, Bauunternehmen und Produkthersteller, Banken, Kommunen, Vereine, Hochschulen und andere. Besonders herauszuheben sind all die Menschen, die sich aktiv einbringen. Die ihr Know-how ohne Honorar bereitstellen, damit sich das Bauen zum Guten verändert. Sie haben keine Angst, dass konkurrierende Firmen von ihrer ehrenamtlichen Arbeit profitieren könnten. Sie engagieren sich aus Überzeugung, weil sie wissen, dass es anders und vor allem besser geht. Ganz praktisch, hier und jetzt.

Ihnen geht es darum, ein gemeinsames Verständnis zu schaffen, was Nachhaltigkeit beim Bauen im Kern bedeutet. Sie entwickeln Werkzeuge und Standards, die dabei helfen, diesem Anspruch in der täglichen Planungs- und Baupraxis gerecht zu werden.

Zukunft mitgestalten

Dabei kann jede und jeder helfen. Machen Sie einfach mit und unterstützen Sie diese Arbeit! Es gibt immer noch genug Widerstandskräfte, die es zu durchbrechen gilt. Vorbehalte, die widerlegt werden wollen. Und abstrakte Forderungen, die pragmatisch in die Realität übersetzt werden müssen. Das geht jedoch nur zusammen. Je mehr wir sind, desto schneller wird die Transformation zur Realität.

Wäre es nicht schön, wenn auch Sie sich für mehr Nachhaltigkeit engagieren würden – mit Überzeugung und auch gegen Widerstände?

Sie wollen selbst aktiv werden? Starten Sie hier:

Was wäre, wenn Planende gegenüber Bauherren mit einer Stimme für Nachhaltigkeit sprechen würden?

Die Entscheidung, wie intensiv die Nachhaltigkeitsthemen in einem Bauprojekt berücksichtigt werden, wird oft im Gespräch zwischen Bauherr und Architekturbüro getroffen. Umso wichtiger ist es, dass die Planenden hier mit Expertise und Haltung für mehr Nachhaltigkeit einstehen. Die von der DGNB und der Bundesarchitektenkammer initiierte Initiative „Phase Nachhaltigkeit“ setzt hier an. Über 500 Büros üben hier den Schulterschluss. Nicht als reines Lippenbekenntnis, sondern als Verpflichtung zum Handeln und gemeinsamen Lernen.

Mehr zur Phase Nachhaltigkeit

Was wäre, wenn Banken und Bauwirtschaft Hand in Hand arbeiten würden?

Die Finanzwelt spielt in den bisherigen Nachhaltigkeitsdebatten im Bauen eine viel zu separierte Rolle. Irgendwer muss die gewollte Transformation letztlich ja auch bezahlen. Aber wenn Banken, Bauwirtschaft und Gebäudebesitzende aneinander vorbeireden, ist keinem so richtig gedient. Die von der DGNB gegründete Initiative „Sustainable Finance im Bauen“ schließt diese Lücke. Sie unterstützt kommerzielle Immobilienfinanzierer und Retailbanken dabei, die richtigen Hebel zu aktivieren, um realen Impact zu stimulieren.

Mehr zur Initiative Sustainable Finance im Bauen

Was wäre, wenn sich Kommunen beim Klimaschutz gegenseitig unterstützen würden?

Die kommunale Ebene ist für den Klimaschutz so wichtig wie kaum eine andere. Deswegen ist es essentiell, dass Städte über einzelne Leuchtturmprojekte hinaus ins Handeln kommen. Gerade in Zeiten komplexer Herausforderungen und begrenzter Budgets hilft es enorm, von den Erfahrungen anderer zu profitieren. Genau das machen sie in der von der DGNB gegründeten Initiative „Klimapositive Städte und Gemeinden“, in der sich bereits mehr als 100 Kommunen engagieren.

Mehr zur Initiative „Klimapositive Städte und Gemeinden“

Was wäre, wenn nachhaltiges Bauen Pflichtteil in jedem Architekturstudium wäre?

Der Weg zu einer neuen Selbstverständlichkeit im Umgang mit Nachhaltigkeit im Planen und Bauen führt über die Ausbildung an den Universitäten und Hochschulen. Schaut man auf die Curricula der Architektur- und Ingenieurstudiengänge, hat sich in den letzten Jahren schon viel getan. Auch dank der über 120 Hochschulkooperationen der DGNB. Wer bei einem unserer Kooperationspartner studiert, bekommt die Grundlagen des nachhaltigen Bauens gelehrt. Diese neue Generation der Planenden ist es, die veränderte Perspektiven und Planungsansätze auch in traditionell arbeitende Büros trägt.

Zu unseren kooperierenden Universitäten und Hochschulen

Was wäre, wenn das Engagement für Nachhaltigkeit über Ländergrenzen hinweg reichen würde?

Nachhaltiges Engagement braucht einen globalen Maßstab. Deshalb pflegt die DGNB weltweit enge Kooperationen mit gleichgesinnten Organisationen. Dies sind allen voran die DGNB Systempartner in Dänemark und Österreich, der Schweiz, Spanien, Kroatien, Bosnien-Herzegowina und der Ukraine. Die DGNB ist zudem treibende Kraft im World Green Building Council, bei der Global Alliance for Building and Construction und in der Davos Baukultur Alliance. EU-weite Wirkung entfaltet die DGNB über die Climate Positive Europe Alliance (CPEA) mit Sitz in Brüssel.
 

Zu unseren DGNB Systempartnern

Initiativen und Netzwerke, in denen die DGNB aktiv ist, im Überblick

Was wäre, wenn alle wüssten, wie sie sich wirkungsvoll für mehr Klimaschutz einsetzen können?

Damit der Gebäudebestand klimaneutral wird, reicht es nicht aus, über die Gesetzgebung und Förderbedingungen zu schimpfen, auf die Politik oder die große technische Lösung zu hoffen. Klimaneutralität von Gebäuden und Quartieren ist ein Prozess, bei dem jeder in seinem eigenen Wirkungskreis aktiv Verantwortung übernehmen muss. Welche Maßnahmen am sinnvollsten sind, hängt vom individuellen Handlungsspielraum ab. Die gute Nachricht ist: Jeder kann etwas tun – und zwar hier und jetzt. Ideen hierfür liefert zum Beispiel der Wegweiser Klimapositiver Gebäudebestand der DGNB.

Zum DGNB Wegweiser Klimapositiver Gebäudebestand

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Engagement

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"What If: A Change of Perspective"

Visual zur DGNB Ausstellung bei Aedes


Zu den weiteren Themenfeldern der Ausstellung

Ihre Ansprechpersonen

Katrin Wolf

Katrin Wolf

Teamleiterin Messen, Veranstaltungen und Kooperationen

Paul Bandowski

Paul Bandowski

Projektleiter Content Creation