DGNB Auszeichnung Social Positive

Die Auszeichnung für Gebäude und Quartiere mit gebauter sozialer Qualität

Bis zu 90 Prozent unserer Lebenszeit verbringen wir in unserer gebauten Umwelt. Wir leben, lernen und arbeiten in ihr, wir haben Kontakt zu unseren Mitmenschen, suchen Schutz vor äußeren Einflüssen, und im besten Fall bietet sie uns Raum zur Erholung. Alles Gründe, um unsere gebaute Umwelt so zu gestalten, dass die soziale Qualität im Mittelpunkt steht. Denn dem ganzheitlichen Ansatz der DGNB entsprechend gilt es, neben ökologischen und ökonomischen Aspekten auch die soziale Dimension des nachhaltigen Bauens zu beachten.  

Um Projekte zu würdigen und stärker sichtbar zu machen, die hierzu einen besonderen Beitrag leisten, hat die DGNB gemeinsam mit Partnern sowie Expertinnen und Experten aus dem DGNB Netzwerk die neue DGNB Auszeichnung Social Positive entwickelt. Die Auszeichnung würdigt Gebäude und Quartiere, die über ihre reine Funktion hinausgehen und einen spürbar positiven Beitrag für ihre Umwelt und die Gesellschaft leisten. Ob durch vielfältige und innovative Nutzungskonzepte oder die Integration der Nachbarschaft: Ausgezeichnete Projekte sollen als Inspiration dienen und verdeutlichen, dass die soziale Dimension Kernelement jeglichen nachhaltigen Bauens ist. 


Aktuell befindet sich die Auszeichnung in der Pilotphase und wird anhand von ausgewählten Projekten erprobt. Wir sind auf der Suche nach weiteren Pilotprojekten. Bei Interesse wenden Sie sich gerne formlos an social-positive@dgnb.de.

Die DGNB Auszeichnung Social Positive richtet sich an nachhaltige Gebäude und Quartiere, die auf herausragende Weise einen spürbar positiven Beitrag für ihre Umwelt und die Gesellschaft leisten.

Die Gebühren für den Auszeichnungsprozess betragen:

2500€ für DGNB Mitglieder

5000€ für Nichtmitglieder

Hinzu kommt eine Anmeldegebühr von 250€.

Kriterien und Bewertung

Geprüft und beurteilt wird die positive Wirkung jedes Projekts auf seine Umwelt und die Gesellschaft. Zentraler Bestandteil der Prüfung ist eine Begehung vor Ort mit einer Kommission aus unabhängigen Expertinnen und Experten. Die Beurteilung im Rahmen eines Vor-Ort-Termins erfolgt anhand eines Fragebogens, der acht Themenfelder abdeckt.

  • Community Integration
  • Begehbarkeit und Inklusion
  • Gesundheit und Wohlbefinden
  • Sicherheit und Schutz
  • Sozialer Zusammenhalt und gemeinschaftliche Nutzung
  • Ökonomische und soziale Eignung
  • Nachhaltigkeit mit gesellschaftlichem Mehrwert
  • Nutzerfeedback und Nutzerzufriedenheit

In jedes Themenfeld fließen unterschiedliche Bewertungsaspekte ein. So werden beim Thema Community Integration nicht nur die Anbindung an die Umgebung, sondern auch die Unterstützung der lokalen Identität und die Einbeziehung von Interessensgruppen betrachtet. Bei Begehbarkeit und Inklusion geht es auch um Fragen der Erschwinglichkeit. Für Gesundheit und Wohlbefinden spielen sowohl Innenraumkomfort als auch Freizeitangebote eine Rolle.  Während beim Thema Sicherheit und Schutz eine angemessene Notfallinfrastruktur und Ansätze für präventive Gestaltung nicht fehlen dürfen. Für den sozialen Zusammenhalt wird bewertet, inwiefern lokale Initiativen unterstützt werden und welche gemeinschaftliche Räume zur Verfügung gestellt werden. Ökonomische Aspekte können lokale Beschäftigungsmöglichkeiten und Räume für Unternehmertun sein. Hinter Nachhaltigkeit mit gesellschaftlichem Mehrwert stehen Aspekte wie Umweltgerechtigkeit, Resilienz und geteilte grüne Infrastruktur. Beim Thema Nutzerzufriedenheit geht es um Evaluations- und Beschwerdemechanismen.

Um der DGNB Geschäftsstelle in Abstimmung mit den einberufenen Expertinnen und Experten die Möglichkeit zu geben, darüber zu entscheiden, ob ein Projekt in Frage kommt, und die Begehung vorzubereiten, wird eine Projektdokumentation in digitaler Form benötigt.

Einzureichende Unterlagen:

  • Lageplan, relevante Grundrisse, Nutzungskonzept, etc.
  • Aussagekräftige Fotos
  • Kurzbeschreibung
  • Sonstiges (Nachhaltigkeitskonzept, Nutzerumfragen etc.)

Wir bitten Sie darum, nur Dokumente einzureichen, die für Ihre Bewerbung relevant sind. 

Pilotprojekte gesucht

Sie haben ein Projekt, bei dem besonderer Wert auf soziale und gemeinwohlorientierte Aspekte gelegt worden ist? Dann wenden Sie sich gerne formlos an social-positive@dgnb.de. Sollte Ihr Projekt geeignet sein, erfahren Sie im direkten Kontakt die nächsten Schritte.

Häufig gestellte Fragen

Eine Begutachtung vor Ort ist fester Bestandteil der Auszeichnung, sodass diese ausschließlich an Gebäude und Quartiere, die bereits vollgenutzt werden und im Betrieb sind, verliehen wird. Allerdings können Projekte schon während der Planungs- oder der Bauphase angemeldet werden. 

Nein, die Bewerbung ist offen für alle. 

Nein, im Rahmen der Pilotierung können sich auch Projekte ohne DGNB Zertifizierung bewerben. Aktuell werden nur Projekte aus Deutschland und den Ländern der genannten DGNB Systempartner berücksichtigt. 

Bewertungsunterlagen

Dokument|pdf|Deutsch|898 KB

DGNB Auszeichnung Social Positive: Bewertungsunterlagen

Mitinitiator

Institut für Corporate Governance in der deutschen Immobilienwirtschaft e.V.

Institut für Corporate Governance in der deutschen Immobilienwirtschaft e.V.

Entwicklungs- und Kooperationspartner

Deutscher Werkbund e.V.

Deutscher Werkbund e.V.

Hamburg Kreativ Gesellschaft mbH

Hamburg Kreativ Gesellschaft mbH

Institut für Corporate Governance in der deutschen Immobilienwirtschaft e.V.

Institut für Corporate Governance in der deutschen Immobilienwirtschaft e.V.

BIS Institut für Sozialforschung Berlin GmbH

BIS Institut für Sozialforschung Berlin GmbH

Green Building Council Croatia

Green Building Council Croatia

Green Building Council España

Green Building Council España

Österreichische Gesellschaft für nachhaltige Immobilienwirtschaft

Österreichische Gesellschaft für nachhaltige Immobilienwirtschaft

Schweizer Gesellschaft für Nachhaltige Immobilienwirtschaft

Schweizer Gesellschaft für Nachhaltige Immobilienwirtschaft

Montag Stiftung Urbane Räume

Montag Stiftung Urbane Räume


 

Ihre Ansprechperson

Dr. Timo Lehnert

Dr. Timo Lehnert

Referent Vereinsarbeit