DGNB

Die Nominierten für den Deutschen Nachhaltigkeitspreis Architektur 2022

Foto: BODENSTEINER FEST

Casa Rossa Chemnitz

  • Bauherr: Bodensteiner Fest Stroux GbR
  • Architekt: bodensteiner fest Architekten BDA
  • Objektüberwachung: Mathias Taube
  • Bauphysik: IB Kundisch

Die Rettung des maroden, vom Einsturz bedrohten Gebäudes, der Umgang mit der vorgefundenen Bausubstanz und das respektvolle Weiterbauen bilden gemeinsam den Beispielcharakter der Sanierung des Gründerzeitgebäudes in der Blockrandstruktur in Chemnitz. Die intelligente Konzeption und die unerschrockene Herangehensweise zeigen in vorbildlicher Weise den Umgang mit einer Gebäuderuine, von dem man nur hoffen kann, dass er Schule macht.

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Foto: Sebastian Schels

Einfach Bauen, Bad Aibling

  • Bauherr: B&O Gruppe
  • Architekt: Florian Nagler Architekten
  • Begleitung: Forschungszentrum Einfach Bauen, TU München
  • Tragwerksplanung: merz kley partner
  • Energiekonzept: Transsolar KlimaEngineering
  • Bauphysik: Horstmann + Berger
  • Brandschutz: PHIplan

Wenn uns der Wandel zu einer CO2-neutralen, gebauten Umwelt wirklich gelingen will, müssen wir lernen nicht nur konventionelle Materialien durch Ressourcenschonendere zu ersetzen, sondern von vornherein auf einzelne Schichten und komplizierte Haustechnik zu verzichten. Mit dieser Fragestellung setzt sich das Projekt „Einfach Bauen" in Bad Aibling in vorbildlicher Art und Weise auseinander.

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Foto: Brigida González

Hotel Bauhofstraße, Ludwigsburg

  • Bauherr: Fedor Schoen GmbH & Co KG
  • Architekt: VON M
  • Bauleitung: Jo Carle Architekten PartGmbB
  • Tragwerksplanung: merz kley partner
  • Bauphysik: Kurz + Fischer GmbH
  • Gebäudetechnik: Ingenieurbüro Staudacher GmbH & Co. KG
  • Brandschutz: Halfkann + Kirchner PartGmbB

Das Hotel Bauhofstraße, das als modulares Bausystem aus Holz entwickelt wurde, besetzt nicht nur eine vormalige Leerstelle im Stadtgrundriss, sondern prägt diese durch die Idee eines vorgelagerten, legeren kleinen Platzes. In Verbindung mit der kreidigen Erscheinung der schindelverkleideten Fassade, den besonderen Fensterformaten, die sich mit dem steilen Dach verschneiden, entwickelt es ein fast schon französisch anmutendes Flair. Das Hotel wird so zum Gewinn für sein Umfeld.

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Foto: ingenhoven architects / HGEsch

Kö-Bogen II – Europas größte Grünfassade, Düsseldorf

  • Bauherr: CENTRUM Projektentwicklung GmbH, Düsseldorf; B&L Gruppe, Hamburg
  • Architekt: ingenhoven architects
  • Projektmanagement: AIP Bauregie GmbH, Düsseldorf
  • Tragwerksplanung: Schüßler-Plan Ingenieurgesellschaft mbH, Düsseldorf
  • Geotechnische Beratung: ICG Düsseldorf GmbH & Co. KG
  • Phytotechnologie / Spezielle Bauwerksbegrünung: Prof. Dr. Strauch, Beuth Hochschule für Technik, Berlin, Beratung für Vegetationsökologie Prof. Dr. Reif, Albert-Ludwigs-Universität,Freiburg

Die große Qualität des Projekts Kö-Bogen II liegt in der städtebaulichen Setzung, wodurch die solitäre Ausstrahlungskraft der frisch sanierten Architekturikonen und Baudenkmale des Dreischeibenhauses und des Schauspielhauses in Düsseldorf gestärkt werden. Mit dem nördlich angrenzenden Hofgarten stellt das Projekt dazu gemeinsam den grünen Rahmen her, der zur grünen, klimaangepassten Stadt des menschlichen Maßstabs hinwirken soll.

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Foto: Erich Malter

Mehrfamilienhaus in Holzbauweise, Oskar-von-Miller-Straße, Nürnberg

  • Bauherr: wbg Nürnberg GmbH Immobilienunternehmen
  • Architekt: Architektur und Städtebau, wbg Nürnberg Immobilienunternehmen
  • Freiraumplanung: Lorenz Landschaftsarchitekten, Nürnberg
  • Tragwerksplanung, Brandschutz und Bauphysik: Pirmin Jung Deutschland GmbH, Remagen
  • TGA-Planung: Ingenieurteam Plansache, Schwabach
  • Holzbaukompetenz: HU-Holzunion GmbH, Rotenburg
  • Altlastenbegutachtung: GBH, Fürth
  • Geotechnik: Ingenieurbüro Merkl, Nürnberg
  • Artenschutz: infanos-Landschaftsökologie, Nürnberg
  • Blower-Door- und Schallschutzmessungen: Ingenieurbüro Basic, Bayreuth

Das dreigeschossige Mehrfamilienhaus in der Oskar-von-Miller-Straße spiegelt die aktuellen Entwicklungen im Wohnungsbau und vorfabrizierten Holzbau wider und ist ein gelungenes Beispiel für den konsequenten Einsatz nachwachsender Baustoffe und die Umsetzung einer ganzheitlichen Nachhaltigkeitsstrategie. Ein Musterbau unserer Zeit für eine wichtige Bauaufgabe: Die Schaffung ressourcenschonenden Wohnraums.

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Foto: Olaf Mahlstedt

Recyclinghaus, Hannover

  • Bauherr: Gundlach GmbH & Co. KG
  • Architekt: CITYFÖRSTER architecture + urbanism
  • Tragwerksplanung: Drewes + Speth
  • Bauphysik: H2A – v. Heeren Habibi
  • Haustechnik: TGW GmbH
  • Vermessung: ahb Vermessung
  • Baugrund: Dr. Ing. Meihorst und Partner
  • Qualitätssicherung: IFB – Institut für Bauforschung

Das Recyclinghaus in Hannover, ein zweistöckiges Einfamilienhaus im Stadtteil Kronsberg in Hannover, ist ein Prototyp für experimentelles Bauen und zugleich Reallabor für neue Möglichkeiten und Potenziale verschiedenster Arten und Dimensionen des Recyclings. Das Recyclinghaus steht in beispielhafter Weise für die Verantwortung und Experimentierfreude von Bauherr*innen und Architekt*innen bei der dringend notwendigen Suche nach neuen Antworten auf die Reduzierung des Ressourcenverbrauchs und der durch das Bauen bedingten „grauen Energie" im Neubau.

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Foto: Philipp Mürdter

TauberPhilharmonie, Weikersheim

  • Bauherr: Stadt Weikersheim
  • Architekt: HENN
  • Tragwerksplanung: Merz Kley Partner
  • Planung: Ingenieurbüro Hausladen - HLSK/MSR, Ingenieurbüro Rainer Metzger - ELT
  • örtliche Objektüberwachung: Seyfried Psiuk Architekten
  • Freianlagenplanung: Prof. Schmid / Treiber / Partner
  • Küchenplanung: Geisel GmbH Ingenieurbüro für Grossküchentechnik
  • Vorbeugender Brandschutz: Krebs + Kiefer
  • Baugrundgutachten: GMP - Geotechnik GmbH & Co. KG

Das Kultur- und Veranstaltungshaus TauberPhilharmonie ist ein gelungenes Beispiel für eine konsequent zeitgenössische Architektur, die es schafft, sich mit sehr wenigen Mitteln zu den baulich regionalen Eigenheiten zu bekennen, diese in eine architektonisch eigenständige Form zu transformieren und die Stadt Weikersheim durch einen einladenden neuen Ort für die Musik, Veranstaltung und Gesellschaft gestalterisch nachhaltig weiter zu bauen.

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Foto: Matthew Crabbes

Verwaltungsgebäude Tierpark, Berlin

  • Bauherr: Tierpark Berlin-Friedrichsfelde GmbH
  • Architektur: ZRS Architekten
  • Tragwerksplanung: ZRS Ingenieure
  • TGA Planung: IGZ Ingenieurgesellschaft Zimmermann mbH
  • Ausführung, Holzbau: Zimmerei Sieveke
  • Projektsteuerung: IBPM Gesellschaft für interdisziplinäres Bauprojektmanagement mbH

Das Verwaltungsgebäude des Tierparks Berlin, das aus einem DDR-Systembau aus den 1960iger Jahren entstand, ist ein besonders konsequenter und damit beispielhafter Beitrag, wie auch mit ganz einfachen Mitteln – größtmöglichem Substanzerhalt und einer neuen vorgehängten Fassade in vorgefertigter Holztafelbauweise – ressourcenschonend, ökologisch und gestalterisch nachhaltig, zugleich unschlagbar wirtschaftlich und zukünftige mögliche Erweiterungen vorausschauend – saniert werden kann.

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