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DGNB
Reports der DGNB

Rahmenwerk für „Klimaneutrale Gebäude und Standorte“

Ziel des Rahmenwerks

Das Rahmenwerk für klimaneutrale Gebäude und Standorte soll die Umsetzung des Paris-Abkommens in unserer gebauten Umwelt erreichbar und an konkreten Projekten messbar machen. Zudem soll die Anwendung eine verlässliche Entscheidungsgrundlage für die Mittelbereitstellung klimaschutzorientierter Projekte bieten, um rentable Investitionen in zukunftssichere Gebäude zu lenken. Ziel der DGNB ist es, einen wesentlichen Beitrag dazu zu leisten, dass schnellstmöglich für einen signifikanten Anteil der Gebäude ein klimaneutraler Gebäudebetrieb erreicht wird. Hierfür ist eine klare Definition für den Begriff „Klimaneutraler Gebäudebetrieb" notwendig, was Bilanzierungsverfahren und den Zielwert betrifft. Das langfristige, viel wichtigere Ziel ist es, maßgeblich dazu beizutragen, bis 2050 einen gesamtheitlich klimaneutralen Gebäudebestand zu erreichen. Hierfür benötigt es das Zusammenspiel aller Akteure, die geeigneten Instrumente und wirksame Anreize. Das Rahmenwerk ist für jeden Interessierten frei verfügbar und soll die Diskussion von den Fragen „Warum?" und „Wie bewerten?" zum konkreten Handeln und zur Frage „Was muss ich konkret tun?" verändern. Das Rahmenwerk soll die ungenutzten Potenziale aufdecken und die beteiligten Personen auf ein gemeinsames Ziel führen, um damit

  • eine massive Vergrößerung der Renovierungsrate zu emissionsfreien Gebäuden zu erreichen,
  • alle organisatorischen Maßnahmen der Betreiber und im Facility Management auszureizen,
  • die Nutzer zu aktivieren, Klimaschutz in ihren Gebäuden über ihr Handeln umzusetzen und
  • volkswirtschaftlich und privatwirtschaftlich einen Mehrwert zu generieren, indem Voraussetzungen gefördert und geschaffen werden, Investitionen in den Gebäudebestand rentabel umzusetzen.

Die DGNB will erreichen, dass klimaneutrale Neubauten schnellstmöglich – und nicht erst 2030 – zum Standard werden.
Darüber hinaus soll der Gebäudebestand nach Vorstellungen der DGNB bis 2050 vollständig klimaneutral betrieben werden, Gebäude unter Denkmalschutz ausgenommen. Und an dritter Stelle steht für die DGNB, weitgehende Klimaneutralität der baulichen Aktivitäten für den Neubau und die
Sanierungen, also für die sogenannten in den Baustoffen und Bauprodukten „eingebundenen CO2-Emissionen", zu erreichen.

Elemente des Rahmenwerks

Dieses Rahmenwerk besteht aus drei Hauptelementen:

  • Teil 1: Regeln für die CO2-Bilanzierung von Gebäuden („Carbon Accounting Rules")
  • Teil 2: Regeln für die CO2-Berichterstattung von Gebäuden („Carbon Disclosure Rules")
  • Teil 3: CO2-Management-Methode und Klimaschutzfahrplan („Carbon Management Rules")

Die Hauptelemente können separat und je nach Bedarf und Zielsetzung angewendet werden. Teil 1 spricht Energie- und
andere Fachplaner an und enthält die Berechnungsvorgaben, die bei einer konsistenten CO2-Bilanzierung umzusetzen sind. Teil 2 baut inhaltlich auf Teil 1 auf und beschreibt die Mindestanforderungen an die Berichterstattung und Kommunikation der in Teil 1 berechneten Ergebnisse.

Teil 3 ist das wesentliche Element zur Prognose zukünftiger CO2-Emissionen mit sich verändernden Rahmenbedingungen. Er ist Basis für die Erstellung eines validen Fahrplans, der für das Gebäude Sanierungen, Modernisierungsmaßnahmen oder Betriebsoptimierungen defi niert und in Form von Rechenergebnissen wiedergibt. Gemäß der Defi nition vorne, lässt sich ein Gebäude als „klimaneutral bis 2050" bezeichnen, wenn es noch nicht Klimaneutralität erreicht hat, jedoch einen Klimaschutzfahrplan vorliegen hat, der auf das Ziel der Klimaneutralität hin ausgerichtet ist und eine Unterschreitung der jährlichen Grenzwerte für die CO2-Emissionen überzeugend und fachgerecht ermittelt darlegt.

Zum vollständigen Rahmenwerk für „Klimaneutrale Gebäude und Standorte"

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