DGNB
Positionspapiere

Gemeinsame Erklärung zur Qualität von Bewertungssystemen des Nachhaltigen Bauens

National wie international ist die nachhaltige Entwicklung eines der wichtigsten Leitbilder für die Zukunft. Es gilt ökologische, ökonomische und soziale Gesichtspunkte gleichberechtigt zu berücksichtigen, um nachfolgenden Generationen eine intakte Umwelt und gleiche Lebenschancen hinterlassen zu können. Speziell das Bauwesen muss sich aufgrund der in Anspruch genommenen materiellen und monetären Ressourcen, der entstehenden Umweltwirkungen und der Bedeutung der gebauten Umwelt für das Gemeinwesen intensiv des Themas annehmen. Die umfassende Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten im Lebenszyklus eines Gebäudes, das heißt bei der Planung, Errichtung, Nutzung und Modernisierung sowie dem Rückbau, muss aktiv gestaltet und umgesetzt werden.

Das nachhaltige Bauen im Sinne eines sich an den Prinzipien einer nachhaltigen Entwicklung orientierenden Planens, Bauens und Betreibens von Bauwerken aller Art ist ein wesentlicher Teil der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie. Die nationale Nachhaltigkeitsstrategie baut auf den zwischenzeitlich gemachten Erfahrungen auf und wurde 2016 in Umsetzung der im Jahr 2015 verabschiedeten „Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen" und der hier verankerten globalen Nachhaltigkeitsziele – der „Sustainable Development Goals (SDGs)" – grundlegend überarbeitet. Die aktuelle „Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie" wurde im Januar 2017 vom Bundeskabinett verabschiedet.

Zusammenwirken

Das gemeinsame übergeordnete Ziel von BMI und DGNB ist nachweislich nachhaltige Gebäude und Quartiere im umfassenden Sinn zu realisieren und damit einen aktiven Beitrag zum Klima- und Ressourcenschutz zu leisten. Voraussetzung ist eine nachhaltige, ganzheitlich optimierte Planung. Dazu verfolgen das BMI und die DGNB das gemeinsame Ziel, mit der Nachhaltigkeitsbewertung das nachhaltige Bauen in Deutschland und weltweit stärker zu verbreiten.

BMI und DGNB gewährleisten mit transparenten Bewertungsmethoden, Bewertungsmaßstäben und Mindestqualitäten eine Vergleichbarkeit zwischen den Bewertungssystemen und zugleich hohe Nachhaltigkeitsqualitäten in der Bau- und Immobilienwirtschaft.

Hierzu wollen das BMI und die DGNB wie folgt zusammenwirken:

  1. BMI und DGNB werden eine enge Zusammenarbeit im Rahmen der Weiterentwicklung und Neufassung von Nutzungsprofilen und Bewertungskriterien pflegen, um so möglichst einheitliche Regeln für die deutsche Methodik der Nachhaltigkeitsbewertung zu gewährleisten.
  2. Zur Sicherung der Qualität von Ökobilanzen in der Nachhaltigkeitsbewertung werden das BMI und die DGNB einen gemeinsamen Standard für die Basisdaten der Berechnung auf Grundlage der ÖKOBAU.dat definieren und fortschreiben.
  3. BMI und DGNB streben die Evaluierung zertifizierter Gebäude im Hinblick auf Mehrwerte, zukünftiges Benchmarking bzw. Steuerungswirkungen an. Es werden die Grundlagen für gemeinsame Erhebungen geschaffen.
  4. BMI und DGNB setzen sich für die stärkere Integration des nachhaltigen Bauens in Aus- und Weiterbildung ein. Die Curricula von BMI und DGNB werden aufeinander abgestimmt. Die besonderen Belange von BNB und Bundesbau werden von der DGNB mit einem Komplementärmodul vermittelt.
  5. Zum gegenseitigen Austausch und zur strategischen Abstimmung verabreden BMI und DGNB halbjährliche Treffen.
  6. BMI und DGNB werben gemeinsam für die Anwendung der deutschen Bewertungsmethodik im Ausland.
  7. Es erfolgen gegenseitige Einladungen und gemeinsame Teilnahmen an öffentlichen Fachveranstaltungen.
  8. Zum laufenden Informationsaustausch nimmt das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung regelmäßig an den Fachausschusssitzungen der DGNB teil.
  9. Der Runde Tisch Nachhaltiges Bauen wird von BMI und DGNB als Forum für den intensiven Austausch mit Experten aus den öffentlichen Bauverwaltungen, den Verbänden, der Wirtschaft, der Forschung sowie weiterer interessierter Kreise genutzt.

Lesen Sie hier die komplette Erklärung

 

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