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Die Nominierten für den DGNB Preis "Nachhaltiges Bauen" 2017

Nachhaltig, innovativ und architektonisch wertvoll: Acht Projekte sind am 7. Juli 2017 von der DGNB Jury für den DGNB Preis "Nachhaltiges Bauen" nominiert worden.

In einer zweiten Auswahlrunde hat die Jury des Deutschen Nachhaltigkeitspreises unter dem Vorsitz von Martin Haas, DGNB Vizepräsident, die Finalisten auserwählt. Deutschlands wichtigster Architekturpreis für nachhaltige Gebäude wird in diesem Jahr an ein Projekt gehen, das den Nutzer in den Mittelpunkt stellt. Nominiert sind das Verwaltungsgebäude 50Hertz Netzquartier sowie die Wohnungsbauprojekte Bremer Punkt und wagnisART.

Welches Projekt am Ende das Rennen macht, wird am 8. Dezember 2017 im Rahmen der Verleihung des Deutschen Nachhaltigkeitspreises bekannt gegeben.

Die Finalisten 2017

50Hertz Netzquartier
Berlin

50 Hertz Netzquartier © HG Esch Photography
Foto: HG Esch Photography
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Bauherr: 50Hertz Transmission GmbH
Architekt: LOVE architecture and urbanism ZT GmbH mit kadawittfeldarchitektur


Das im September 2016 in Betrieb genommene 24.000 m² große Verwaltungsgebäude 50Hertz Netzquartier wird von dem Bauherrn 50 Hertz Transmission GmbH vollständig selbst genutzt. Das Unternehmen mit rund 1000 Mitarbeitern, davon 700 Arbeitsplätze im Netzquartier, wächst kontinuierlich. Unternehmenszweck des Netzbetreibers ist die Sicherstellung und Verteilung von Strom, der Name ist aus der Frequenz der Wechselspannung im Stromnetz abgeleitet.

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Bremer Punkt - serielles Pilotprojekt nachhaltiger Innenentwicklung
Bremen

Bremer Punkt © Nikolai Wolff
Foto: Nikolai Wolff
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Bauherr: GEWOBA Aktiengesellschaft Wohnen und Bauen
Architekt: LIN Architekten Urbanisten, Kahrs Architekten


Der Bremer Punkt stellt ein serielles Pilotprojekt für das Geschosswohnen dar, das mehrere Ziele verfolgt. Hier geht es darum, einen Prototypen und dessen Variation für die Innenentwicklung im Siedlungsbestand zu erstellen sowie die Nutzung der vorhandenen Infrastruktur, bezahlbares Wohnen, Partizipation der Nachbarschaft und einen „Grundrisspool" für individuelle Nutzergruppenentscheidung. Vereint werden sollten neben einer modularen Holzkonstruktion und einer kurzen Bauzeit durch Vorfertigung auch der Einsatz regenerativer Energiequellen und KfW-Effizienz-Haus Standard 55.

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Gemeinschaftlich nachhaltig bauen – wagnisART
München

wagnisART ©Julia Knop, Hamburg
Foto: Julia Knop, Hamburg
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Bauherr: Wohnbaugenossenschaft wagnis eG
Architekt: ARGE bogevischs buero mit SHAG Schindler Hable Architekten


wagnisART ist ein genossenschaftliches Wohnbauprojekt, das in vieler Hinsicht als vorbildhaft und einmalig in Deutschland gilt.
Durch die Einbindung der zukünftigen Mieter in den Planungsprozess mittels Workshops, Zieldefinition und entscheidungsfördernden Maßnahmen entsteht eine bemerkenswerte, die Gemeinschaft fördernde Architektur. Sie zeigt sich auch in der außergewöhnlichen Anordnung, Verbindung und Ausformung der einzelnen Gebäude.

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Weitere Nominierte für den DGNB Preis "Nachhaltiges Bauen" 2017

Bauen für die Gemeinschaft
Bissendorf

Bauen für die Gemeinschaft © Christian Richters
Foto: Christian Richters
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Bauherr: Gemeinde Bissendorf
Architekt: blocher partners


Das Projekt „Bauen für die Gemeinschaft" gibt dem Ort Bissendorf in der Landschaft rund um Osnabrück, dessen Ortskern bislang allein durch den spitzen Turm der St.-Dionysius-Kirche markiert wurde, ein Gesicht.
Mit nur zwei neuen Gebäuden – dem langgestreckten Riegel des Rathauses und einem Bürgersaal – ist es gelungen, dem Ort eine tatsächliche, lebendige Mitte zu geben.

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elo Werkzeugbau
Probstzella

elobau Werkzeugbau Probstzella © Fotodesign Peters, Amerang www.peters-fotodesign.com
Foto: Fotodesign Peters, Amerang
www.peters-fotodesgin.com
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Bauherr: grimelo GmbH & Co. KG
Architekt: F64 Architekten BDA


Der Neubau der Firma elobau ersetzt einen älteren in der Nähe befindlichen Betriebsstandort im Thüringer Schiefergebirge. Das Baugrundstück befindet sich auf einem alten Industriestandort, sodass durch die Maßnahme keine neuen Flächen versiegelt werden. Der Bau besteht aus einem flachen Kopfbau mit Büros, teilweise darüber befindlichen Neben- und Technikräumen und der direkt an die Büros angrenzenden Produktionshalle mit ca. 1.150 m² Fläche.

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Kärcher Areal
Winnenden

RSA Kärcher Areal © Brigida González
Foto: Brigida González
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Bauherr: Alfred Kärcher GmbH & Co. KG
Architekt: Reichel Schlaier Architekten GmbH


Mit der Neugestaltung des Kärcher Areals in Winnenden wurde ein Architekturensemble von hoher Qualität geschaffen, das dem gesamten Areal eine neue zeitlose Identität gibt und sehr feinfühlig in die städtebauliche Situation eingebunden wird.
Das Umfeld des neuen Areals ist mit kleinformatigen Ein- und Mehrfamilienhäusern, Industriebauten und Einkaufszentren, Bahnareal, Gleisanlage und großen Parkplatzflächen sehr heterogen. Reichel Schlaier Architekten ordnen das umfangreiche Raumprogramm daher nicht in einem großen, hohen Baukörper, sondern verteilen die unterschiedlichen Nutzungen auf drei Gebäude.

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LEUPHANA
Eine Vision wird real
Lüneburg

LEUPHANA Eine Vision wird real © Stiftung Universität Lüneburg
Foto: Stiftung Universität Lüneburg
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Bauherr: Stiftung Universität Lüneburg
Architekt: Prof. Daniel Libeskind, rw+


Mit der Fertigstellung des zentralen Campusgebäudes der Leuphana Universität 2017 ist in Lüneburg die Konversion vom ehemaligen Militärgelände zu einem offen und nachhaltig ausgerichteten Universitätsgelände weitgehend abgeschlossen. Im Kontrast zu den strengen Reihen der ehemaligen Kasernengebäude erzählt der Entwurf von Daniel Libeskind in einer außergewöhnlichen Form, dass Nachhaltigkeit nicht im Widerspruch zur Formensprache steht sondern eine Grundhaltung darstellt.

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Sanierung und Modernisierung HVB-Tower
München

Sanierung und Modernisierung HVB-Tower © HG Esch
Foto: HG Esch
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Bauherr: HVZ GmbH & Co. Objekt KG
Architekt: HENN


Die Weiternutzung von Bestandsbauten ist eine der größten Bauaufgaben der Zukunft. Sie bedeutet Flächenrecycling, Erhalt der in der Konstruktion gebundenen grauen Energie, Reduzierung des Rohstoffverbrauches und im besten Falle Erhalt einer Identität am Ort. Bezogen auf die Sanierung und Modernisierung des HVB-Towers in München trifft alles gleichermaßen zu.
Dabei lag hier die besondere Herausforderung in der Kombination von der Wahrung des äußeren Erscheinungsbildes des Denkmals und den Ansprüchen an eine moderne, energieeffiziente Gebäudehülle.

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PARTNER DES DGNB PREIS „NACHHALTIGES BAUEN“

„Die Vielfalt und Qualität der Einreichungen war in diesem Jahr ausgesprochen groß. Es gibt viele gute Beispiele, die zeigen, dass sich Nachhaltigkeit, Innovation und gestalterischer Anspruch auf intelligente und vorbildliche Weise in Bauprojekten kombinieren lassen."

Martin Haas, DGNB Vizepräsident

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