Deutscher Nachhaltigkeitspreis 2015

Nachhaltigkeit. Innovation. Ästhetik.

Der DGNB Preis „Nachhaltiges Bauen“ zeichnet herausragende und beispielhafte Leistungen der Architektur aus, deren Qualität sich über die Nachhaltigkeit hinaus insbesondere in einem hohen ästhetischen Anspruch sowie in innovativen Lösungsansätzen zeigt.

Ausgelobt wird der Preis von der Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis e.V. in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen – DGNB e.V.

Vom 23. März bis 19. Juni konnten Bauherren, Architekten oder Nutzer Gebäude vorstellen, die auf Basis der drei Säulen der Nachhaltigkeit – Ökologie, Ökonomie, Soziales – entwickelt wurden und darüber hinaus eine hohe innovative und gestalterische Qualität aufweisen.

Die Objekte müssen in Deutschland stehen und zum Zeitpunkt der Bewerbung bereits fertiggestellt und in Betrieb sein. Zudem müssen sie eine personenbezogene Nutzung aufweisen, d.h. täglicher Publikumsverkehr oder ständige Arbeitsplätze bzw. mindestens eine Wohnung. Betrachtet werden das Gebäude und die ihm unmittelbar zugeordneten Freiflächen. Es kann sich dabei um Neubauten, Bestandsbauten oder umfassende Umbaumaßnahmen handeln, die nicht älter als 5 Jahre sind. Eine Zertifizierung der Gebäude nach DGNB oder anderen Nachhaltigkeitsbewertungen ist keine Voraussetzung.


Prof. Alexander Rudolphi, DGNB Präsident
  "Die DGNB möchte mit ihrem Preis “Nachhaltiges Bauen” ein Zeichen setzen und auf die Relevanz der Bau- und Immobilienbranche für den Klimawandel aufmerksam machen. Neben den ökologischen und sozialen Qualitäten bedeutet Nachhaltiges Bauen vor allem auch werthaltiges und damit wirtschaftliches Bauen. Davon konnten wir bereits zahlreiche Architekten, Bauherren und Investoren überzeugen. In 20 Ländern weltweit wurden inzwischen über 1.000 DGNB Vorzertifikate und Zertifikate für Gebäude oder Stadtquartiere ausgestellt.“

 

Mehr Informationen zum Wettbewerb auf www.nachhaltigkeitspreis.de

Die Bewerber wurden gebeten, ein gestaltetes Plakat einzureichen und mittels aussagekräftigem Bild- und Planmaterial sowie über einen prägnanten Leitsatz die herausragenden Eigenschaften des Projekts zu den Themen Nachhaltigkeit, Innovation und architektonische Qualität sowie die Einbindung in den Kontext darzustellen. Im Rahmen einer ergänzenden Textdatei sollten zudem die Nachhaltigkeitsaspekte des Projektes in Textform beschrieben werden.

Um die eingereichten Projekte in Bezug auf deren Nachhaltigkeit, Innovationspotenzial und architektonische Qualität zu bewerten, besetzt die DGNB ein Gremium mit ausgewiesenen Experten auf diesem Gebiet. In diesem Kreis wird eine Vorauswahl an Projekten zusammengestellt, die anschließend der Jury des Deutschen Nachhaltigkeitspreises präsentiert wird. Die Jury entscheidet über die drei besten Einreichungen und wählt darunter den Gewinner des DGNB Preises „Nachhaltiges Bauen“ aus.

Mehr zur Jury des Deutschen Nachhaltigkeitspreises

Prominente Gäste: Multiplikatoren für Nachhaltigkeit.

Der DGNB Preis „Nachhaltiges Bauen“ wurde am 27. November 2015 in Düsseldorf im Rahmen der abendlichen Galaveranstaltung des etablierten Deutschen Nachhaltigkeitstages mit rund 2.000 geladenen Gästen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft vergeben.

Die abendliche Verleihung des Deutschen Nachhaltigkeitspreises zählte mit ihren persönlich eingeladenen Gästen als gesellschaftliches Ereignis. Die Preisträger standen im Rampenlicht bei dieser Galaveranstaltung mit starker Medien- und Multiplikationswirkung.

Mehr zur Preisverleihung auf www.nachhaltigkeitspreis.de

Die Nominierten für den DGNB Preis „Nachhaltiges Bauen“ 2015

Gewinner 2015

Generalsanierung auf Aufstockung Wohnhochhaus, Pforzheim
Das Projekt „Generalsanierung und Aufstockung Wohnhochhaus in Pforzheim“ adressiert ein verbreitetes Problem des Gebäudebestandes aus der Nachkriegszeit, den Umgang mit sanierungsbedürftigen Altbauten. Darüber hinaus richtet das Projekt ein Augenmerk auf die Herausforderung der Wohnraumsituationen in Städten. Das Pforzheimer Hochhaus aus den 70er Jahren bietet Lösungen mit Vorbild-Charakter. Es wurde auf Basis eines interdisziplinären Konzepts generalsaniert und aufgestockt. Durch die Erneuerung der Haustechnik und die innovative Einbindung von Photovoltaikmodulen und Kleinwindkraftanlagen konnte der Altbestand energetisch und ästhetisch aufgewertet werden. Die kluge Aufstockung ermöglichte die Integration einer anderen Wohnungstypologie mit offenen Grundrissen und großen Terrassen.

Mehr Informationen zum Projekt                           

 

CUBITY, Versailles/Frankfurt
Ein Studentenwohnheim der Zukunft: CUBITY! Das von Studenten entwickelte modulare Gebäude ist aus nachwachsenden Materialien gefertigt und verbindet ein innovatives Energiekonzept mit intelligenten Lösungen für günstigen Wohnraum. Ziel des Plusenergiehauses ist es, neue Formen des temporären Wohnens in Städten zu erforschen. Die Privaträume der Bewohner wurden minimiert, um großzügigen Gemeinschafträumen Platz zu schaffen. So bietet CUBITY, das in Versailles bereits realisiert wurde und für Frankfurt geplant ist, auf kleinem Raum hochwertige Wohnqualität für möglichst viele Menschen. Überzeugend ist dabei insbesondere auch das Adaptionspotenzial für weitere Nutzungsformen und somit andere gesellschaftliche Anforderungen, wie Flüchtlingswohnen oder Wohnen im Alter.

 

ENERGIEBUNKER, Hamburg-Wilhelmsburg
Der Energiebunker in Hamburg-Wilhelmsburg – ein ehemaliger Luftschutzbunker aus dem zweiten Weltkrieg – wurde erfolgreich zu einem nachhaltigen Energiespeicher umfunktioniert. Eine große Photovoltaikanlage auf dem Dach und an der Südseite der Fassade sowie ein wasserfassender Wärmespeicher im Innern versorgen bis zu 4.000 Haushalte mit regenerativ erzeugter Wärme und Strom. Der Energiebunker veranschaulicht auf innovative Weise die Energiewende, indem Techniken und Prozesse der Strom- und Wärmegewinnung leicht zugänglich und somit bewusst zu besichtigen sind. Das vorbildlich genutzte Mahnmal punktet mit einer hohen Akzeptanz bei den Bürgerinnen und Bürgern, die umfassend in die Planung mit einbezogen wurden und zusätzlich von einer Aussichtsplattform und einem integrierten Café profitieren.

 

Die Nominierten für den DGNB Preis „Nachhaltiges Bauen“ 2014

Gewinner 2014

 
Hof8 Elbarkaden Am Urban
Der Plusenergiehof im Taubertal ist ein Musterbeispiel für die innovative und ökologische Gesamtsanierung einer landwirtschaftlichen Hofanlage.  Die Elbarkaden in der HafenCity der Hansestadt Hamburg kombinieren verschiedene Nutzungsarten unter einem Dach.  Das Gebäude-Ensemble „Am Urban“ liegt mitten in Berlin-Kreuzberg und wurde mit privaten und öffentlichen Bauträgern saniert und umgebaut. 

Die Nominierten für den DGNB Preis „Nachhaltiges Bauen“ 2013

Gewinner 2013

 
Kunstmuseum Ravensburg
Bischöfliches Jugendamt Don Bosco, Mainz 
Woodcube, Hamburg
Mit großer Selbstverständlichkeit werden beim Kunstmuseum Ravensburg Ansprüche an stadtgestalterische Qualität und die Zielsetzung nachhaltigen Bauens verknüpft.  Mit dem Bau folgt das Bischöfliche Ordinariat Mainz der pastoralen Richtlinie zur Nachhaltigkeit: „Die Bewahrung der Schöpfung“.

Durch hochinnovativen Einsatz des Materials Holz ist der Woodcube unter anderem zu 100% rezyklierbar.

 


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