Deutscher Nachhaltigkeitspreis 2014

28. November 2014, Düsseldorf

Gemeinsam mit der DGNB würdigte die Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis e.V. am 28. November 2014 mit dem Sonderpreis „Nachhaltiges Bauen“ das Engagement und den Einsatz für eine nachhaltigere Zukunft in der Baubranche. Der Preis zeichnet Gebäude aus, die in besonderer Weise Nachhaltigkeit, Innovation und Ästhetik vereinen. Im Rahmen einer Gala im Maritim Hotel Düsseldorf wurden die drei Nominierten vorgestellt sowie der Gewinner unter ihnen gekürt.

Wir gratulieren! HOF8 wurde mit dem Sonderpreis "Nachhaltiges Bauen" ausgezeichnet!

Prof. Alexander Rudolphi, DGNB Präsident

  „Die DGNB möchte mit dem Preis für "Nachhaltiges Bauen" ein Zeichen setzen und auf die Relevanz der Bau- und Immobilienbranche für den Klimawandel aufmerksam machen.  Fast 50 % des Ressourcenverbrauches und 40% der CO2-Emmissionen weltweit gehen auf diesen Sektor zurück. Neben den ökologischen und sozialen Qualitäten bedeutet Nachhaltiges Bauen vor allem auch werthaltiges und damit wirtschaftliches Bauen. Davon konnten wir unter anderem Bauherren und Investoren von inzwischen über 650 Projekten im In- und Ausland, die nach DGNB Standard gebaut und zertifiziert wurden, überzeugen. Der Sonderpreis „Nachhaltiges Bauen“ steht für beeindruckende Gebäude, die durch den Einklang von Nachhaltigkeit, technischer Innovation und gestalterischer Qualität überzeugen. Wir sind sehr gespannt auf die Einreichungen 2014!“

Mehr Informationen zum Wettbewerb

Um die eingereichten Projekte für den Sonderpreis „Nachhaltiges Bauen“ in Bezug auf deren Nachhaltigkeit, Innovationspotenzial und architektonische Qualität zu bewerten, besetzte die DGNB ein Gremium mit ausgewiesenen Experten auf diesem Gebiet. In diesem Kreis wurde eine Vorauswahl an Projekten zusammengestellt, die anschließend durch einen der Experten der Jury des Deutschen Nachhaltigkeitspreises e.V. präsentiert wurden.

Diese Jury unter dem Vorsitz von Prof. Günther Bachmann, Generalsekretär des Rates für Nachhaltige Entwicklung, entscheidete über die drei besten Einreichungen und wählte aus den Favoriten den Gewinner des Sonderpreises „Nachhaltiges Bauen“ aus. Der Ausschuss, jährlich berufen durch das Kuratorium der Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis e.V., brachten Perspektiven aus Wirtschaft, Forschung, Zivilgesellschaft und Politik in den Entscheidungsprozess ein. Mit der Auslobung des Sonderpreises „Nachhaltiges Bauen" wurde die Jury erweitert und 2014 Prof. Alexander Rudolphi, DGNB Präsident, in diesen Kreis berufen.

Die Vertreter der drei nominierten Projekte durften sich auf einen medienwirksamen Auftritt freuen: Im Rahmen der Galaveranstaltung am Abend des 28. Novembers 2014 wurden sie und ihre Projekte prominenten Gästen aus Politik und Wirtschaft vorgestellt, bevor der Gewinner des Sonderpreises „Nachhaltiges Bauen“ gekürt wurde.

Mehr zur Jury des Deutschen Nachhaltigkeitspreises

Der Sonderpreis „Nachhaltiges Bauen“ wurde am 28. November 2014 in Düsseldorf im Rahmen des Deutschen Nachhaltigkeitstages vergeben.

Die abendliche Verleihung des Deutschen Nachhaltigkeitspreises zählt mit ihren etwa 1.200 persönlich eingeladenen Gästen als gesellschaftliches Ereignis. Die Preisträger standen im Rampenlicht bei dieser Galaveranstaltung mit starker Medien- und Multiplikationswirkung.

Mehr zur Preisverleihung

 

Am Urban
Das Gebäude-Ensemble „Am Urban“ liegt mitten in Berlin-Kreuzberg und wurde in Zusammenarbeit von privaten und öffentlichen Bauträgern saniert und umgebaut. In den denkmalgeschützten Klinkerbauten ist die Integration von sozialen Einrichtungen und Wohnraum unter stadtteilgerechten, ökologischen, sozialen und kulturellen Aspekten verwirklicht. Mit der intelligenten Nutzung des vorhandenen Gebäudebestands ist die Anlage städtebaulich vollkommen integriert. Ein Neubau in dieser Größe und diesem Kontext wäre kaum vorstellbar gewesen. Durch den sensiblen Umgang mit dem bestehenden Gebäudekomplex wird die Identität des Quartiers erhalten und die Akzeptanz der umliegenden Bewohner gesichert. Dank eines alternativen Finanzierungskonzeptes konnten sich private Bauherren beteiligen und mitgestalten. Dringend benötigter innerstädtischer Wohnraum wird so in 145 Einheiten auf Jahrzehnte nachhaltig gesichert.

 

Elbarkaden
Die Elbarkaden in der HafenCity der Hansestadt Hamburg kombinieren verschiedene Nutzungsarten unter einem Dach. Die Zukunftsfähigkeit dieser großen Struktur wird vor allem in der Planungs-, Gebrauchs- und Umnutzungsflexibilität und der Verzahnung mit dem öffentlichen Raum gesehen. Mit Stadtloggia und öffentlichen Durchgängen bietet das Objekt einen städtebaulichen Mehrwert für die Stadtbewohner. Bau und Nutzung des Gebäudekomplexes stehen im Zeichen von Ressourcen- und Energieeffizienz, beim Innenausbau wurde auf baubiologische Materialien Wert gelegt. Das Dach wurde als fünfte Fassade zur wertvollen Nutzfläche aktiviert.

 

HOF8
Der Plusenergiehof im Taubertal ist ein Musterbeispiel für die innovative und ökologische Gesamtsanierung einer landwirtschaftlichen Hofanlage. Nach 40 Jahren Leerstand hat der Hof kurz vor dem drohenden Abriss eine nachhaltige Aufwertung erfahren und wurde einer zukunftsfähigen Nutzung zugeführt. Die Materialwahl mit Wiederverwendung vorhandener oder neuer Materialien regionaler Herkunft, das Energiekonzept eines Plusenergiehauses mit Versorgung durch erneuerbare Energien sowie der effiziente Umgang mit Ressourcen durch bspw. Reduktion grauer Energie und Integration eines Natursteinbrunnen sind ökologisch beispielhaft und ermöglichen eine Optimierung der Lebenszykluskosten. Auch das vielfältige Nutzungskonzept kann nachhaltig überzeugen: Hebammenpraxis, Seniorenwohnungen, Architekturbüro. Es entsteht ein Ort der Begegnung und Kommunikation mit hoher Aufenthaltsqualität – nicht nur für die Nutzer.

 

Die Nominierteten für den Sonderpreis „Nachhaltiges Bauen“ 2013

Bischöfliches Jugendamt Don Bosco, Mainz Kunstmuseum Ravensburg Woodcube, Hamburg

Mit dem Bau folgt das Bischöfliche Ordinariat Mainz der pastoralen Richtlinie zur Nachhaltigkeit: „Die Bewahrung der Schöpfung“.

Mit großer Selbstverständlichkeit werden beim Kunstmuseum Ravensburg Ansprüche an stadtgestalterische Qualität und die Zielsetzung nachhaltigen Bauens verknüpft.

Durch hochinnovativen Einsatz des Materials Holz ist der Woodcube unter anderem zu 100% rezyklierbar.


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